Pressebericht

Hohe Kartennachfrage für Zuckmayer-Stück

Hohenloher Zeitung, 02. Juli 2021

Hohe Kartennachfrage für Zuckmayer-Stück

Das Theater im Fluss zeigt Carl Zuckmayers „Der Hauptmann von Köpenick“ noch in elf weiteren Vorstellungen im Künzelsauer Kocherfreibad. Viele Karten für die kommenden Abende gibt es nicht mehr, verrät der Vereinsvorsitzende Heiner Sefranek im Gespräch mit der Hohenloher Zeitung. „Ich denke, dass wir die locker noch wegkriegen“, sagt er. Zwölfmal ausverkauft wäre für die Truppe des Theaters im Fluss sicher ein verdienter Lohn. Restkarten für die Aufführungen ab der zweiten Woche gibt es bei Tabakwaren Brückbauer und in allen Reservix Vorverkaufsstellen.

Grußworte zur Premiere sprachen Dieter Palotta als Stellvertreter des verhinderten Landrats Matthias Neth und Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann. Gemeinsam war Ihnen die Freude, dass im Kocherfreibad nach der zweijährigen Zwangspause – erst wurde das Bad umgebaut, dann kam die Corona-Pandemie – endlich wieder Theater gespielt werden darf. Palotta sprach vom Kocherfreibad als „einzigartigem Ort“ für eine Theatervorstellung. „Jahr für Jahr entsteht hier ein kultureller Höhepunkt“, sagt er.

Wetter
Zu den Problemen des Wilhelm Voigt, an einen Pass zu kommen, sagt der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern: „In Künzelsau wäre Ihnen das nicht passiert.“ Schließlich habe man das beste Bürgerbüro mit den besten Öffnungszeiten. Neumann dankte den Akteuren des Theaters im Fluss, „dass Sie das alles auf sich genommen haben“, und nahm das Wetter mit Humor: „Wenn es Ihnen heute zu nass ist, kommen Sie gerne wieder.“ Aber auch, wenn kurz vor Beginn des Stücks aus schwachem Tröpfeln ein stärkerer Regenguss wurde, der nur langsam versiegte, konnte die erste der zwölf Aufführungen letztlich wie geplant über die Bühne gehen.

Eulenspiegel
Im Stück versucht der Kleinkriminelle Wilhelm Voigt, nach einem realen Vorbild entstanden, nach Jahren im Knast eine ehrliche Arbeit zu finden. Das verhindert die gnadenlose preußische Bürokratie: ohne Aufenthaltsgenehmigung keine Arbeit, ohne Arbeit keine Aufenthaltsgenehmigung. Als moderner Till Eulenpiegel hält er dann, gekleidet in die abgelegte Uniform eines Hauptmanns, einer uniform- wie selbstverliebten Gesellschaft den Spiegel vor.

Franz Bäcks Bearbeitung fürs Theater im Fluss ist einerseits schwungvolles Sommertheater mit Musik, Tanz, Sprachwitz und mit viel Berliner Schnauze und Slapstick, andererseits aber auch Lehrstück über eine Gesellschaft, der Recht und Ordnung wichtiger sind als das Schicksal der Menschen.

Info: Weitere Termine
Weitere Aufführungstermine von „Der Hauptmann von Köpenick“ sind jeweils um 19.30 Uhr am heutigen Freitag, 2. Juli, am Samstag, 3. Juli, Samstag, 10. Juli, Donnerstag, 15. Juli, Freitag, 16. Juli, Samstag, 17. Juli, Mittwoch, 21. Juli, Freitag, 23. Juli und Samstag, 24. Juli.